Beeck kritisiert Corona-Beschlüsse als unverhältnismäßig

Der lokale Bundestagsabgeordnete Jens Beeck (FDP) kritisiert die von Bund und Ländern getroffenen Corona-Beschlüsse.



„Die Verlängerung des Lockdowns war vor dem Hintergrund der aktuellen Fallzahlen zwar zu erwarten. Die massiven Einschränkungen insbesondere der Bewegungsfreiheit sind aber unverhältnismäßig. Während das Leben in Metropolen kaum weiter eingeschränkt wird, können Menschen im Emsland künftig nicht einmal mehr in die Nachbargemeinde fahren. Diese Unterscheidung ist nur schwer zu erklären“, so Beeck.


Bund und Länder hatten sich bei ihren Beratungen darauf verständigt, in Regionen mit über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern/Woche den Bewegungsradius auf 15 Kilometer zu begrenzen. Dieser Bereich soll künftig nur aus triftigen Gründen verlassen werden. Kontakte sind auf den eigenen Haushalt und eine weitere Person begrenzt.


„Die Begrenzung auf Kontakte mit nur noch einer weiteren Person aus einem anderen Haushalt, wobei jetzt Kinder unter 14 Jahren mitgezählt werden, bringt schon die Betreuung in der eigenen Familie in die Illegalität, wenn etwa zwei Kinder zu den Großeltern oder der Tante gebracht werden. Das ist lebensfremd und kontraproduktiv. Denn die Alternative wäre wieder nur die Notbetreuung mit viel mehr Kontakten“, so Beeck.


Zentral sei jetzt die schnellmögliche Impfung möglichst vieler Menschen. Dabei darf es keine Denkverbote geben. „Falls nicht durch schnelle Zulassung und Lieferung des zweiten mRNA-Impfstoffes von Moderna eine deutliche Verbesserung eintritt, muss auch über eine nationale Zulassung des AstraZeneca-Impfstoffes nachgedacht werden“, so Beeck abschließend.