Beeck verurteilt Putschversuch in Haiti

„Ich verurteile den versuchten Anschlag auf Haitis Präsidenten Jovenel Moïse und den damit verbundenen Putschversuch. Die andauernde politische Krise muss endlich überwunden werden. Denn je länger sie andauert, umso mehr leiden alle Menschen in Haiti“, so Jens Beeck, Berichterstatter der FDP-Fraktion für Mittelamerika im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und stellvertretender Vorsitzender der deutsch-mittelamerikanischen Parlamentariergruppe.



Nach Angaben der haitianischen Regierung ist am Sonntag ein Staatsstreich vereitelt worden. Der mittelamerikanische Staat Haiti gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Die Vereinten Nationen schätzen, dass rund zwei Drittel der Menschen unterhalb der Armutsgrenze leben. Die Corona-Krise verschärft die massiven Probleme von Hunger und Gewalt derzeit noch weiter.


„Schon vor der Corona-Krise war die Situation in Haiti prekär. In Gesprächen mit den Verantwortlichen vor Ort ist immer wieder klar geworden, wie dringend Hilfe von außen für die wirtschaftliche Entwicklung und damit für eine echte Perspektive für die Menschen vor Ort benötigt wird. Deutschland und die internationale Gemeinschaft dürfen nicht wegschauen, sondern müssen handeln. Wichtig ist neben der Bekämpfung von Hunger insbesondere die Stärkung der Institutionen. Ich fordere Entwicklungsminister Müller angesichts schwerwiegenden Krise auf, dringend den Rückzug aus der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit zu überdenken“, so Beeck.


Beeck hatte Haiti zuletzt im Jahr 2018 im Rahmen einer Delegationsreise der deutsch-mittelamerikanischen Parlamentariergruppe besucht und dabei unter anderem auch mit Präsident Jovenel Moïse über Möglichkeiten für das deutsche und internationale Engagement vor Ort gesprochen.