Barrierefreiheit im Gesundheitswesen bleibt Baustelle

„Die Barrierefreiheit im Gesundheitswesen bleibt auch im Jahr 2020 weiter eine Großbaustelle, denn zentrale Probleme werden weiterhin stiefmütterlich behandelt“, so der teilhabepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Jens Beeck.


In ihrer Kleinen Anfrage (Drs. 19/20996) hatten die Freien Demokraten den Umsetzungsstand der Barrierefreiheit im Gesundheitswesen von der Bundesregierung erfragt.

„Der barrierefreie Zugang zur Gesundheitsversorgung ist unabdingbarer Bestandteil gesellschaftlicher Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Dennoch wird es auch in Zukunft keine bundesweit zentrale Auskunft darüber geben, wie Patientinnen und Patienten barrierefrei zum Arzt gelangen können. Eine weitere bittere Pille für die vielen Betroffenen ist, dass Barrierefreiheit auch künftig nur ein „Kann“-Element bei der Bedarfsplanung der ärztlichen Versorgung ist“, so der FDP-Sozialexperte.

Aus der Antwort auf die Anfrage geht zudem hervor, dass Informationen zur Barrierefreiheit bei Heilmittelerbringern wie zum Beispiel Physiotherapeuten ebenfalls lediglich auf freiwilliger Basis erfolgen.

„Jede und jeder von uns muss in seinem Leben früher oder später barrierefrei zum Arzt oder Physiotherapeuten kommen. Umso unverständlicher ist es, dass die Bundesregierung bei diesem wichtigen Thema verbindliche Regeln scheut“, so Beeck abschließend.